Bundesdenkmalamt im Hochgebirge: erste Fachtagung „Denkmalschutz und Denkmalpflege im Hochgebirge“ auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.
Hoch hinaus für das kulturelle Erbe anlässlich 90 Jahre Großglockner Hochalpenstraße, flächenmäßig seit 10 Jahren auch größtes Denkmal Österreichs
Heiligenblut am Großglockner: 27. Juni 2025 – Vor einer beeindruckenden Kulisse und mit vielen spannenden Impulsen wurde soeben die erstmals durchgeführte Fachtagung „Denkmalschutz und Denkmalpflege im Hochgebirge“ erfolgreich beendet. Drei Tage lang stand der fachliche Austausch im Zeichen des kulturellen Erbes alpiner Regionen – ein Novum in der Geschichte der Denkmalpflege in Österreich.
Die Veranstaltung fand anlässlich zweier bedeutender Jubiläen statt: dem 90-jährigen Bestehen der Großglockner Hochalpenstraße und dem auf den Tag bestehenden 10-jährigen Jubiläum ihrer Unterschutzstellung als größtes Denkmal der Republik. Das Bundesdenkmalamt richtete daher gemeinsam mit der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) dieses herausragend besetzte mehrtägige Fachgespräch mit Unterstützung des Nationalparks Hohe Tauern Kärnten und des Tourismusverbandes Heiligenblut am Großglockner aus.
Zahlreiche renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland beleuchteten in Vorträgen und Diskussionen die besonderen Herausforderungen und Chancen von Denkmalpflege im hochalpinen Raum – von archäologischen Funden früher Alpenquerungen über alpine Wirtschaftsgeschichte bis hin zur Nutzung des Hochgebirges als historischer Schauplatz. So referierte der Bauforscher und Mitglied von ICOMOS Austria, Dr. Thomas Mitterecker, zum Thema „Die Großglockner Hochalpenstraße. Wie ihr Bau (fast nicht) zustande kam.“ vor dem Hintergrund des Großglockners und in unmittelbarer Nähe zur Glocknerstraße. Zahlreiche weitere Vorträge begeisterten das zahlreiche Fachpublikum. Das „Haus der Steinböcke“ bot mit seinem Albert-Wirth-Saal dafür einen idealen Rahmen.
Ein glanzvoller Abschluss fand am 26. Juni bei Kaiserwetter im GROSSGLOCKNERKINO im Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe statt. Die einmalige Atmosphäre unterstrich die Bedeutung der Großglockner Hochalpenstraße nicht nur als technisches Meisterwerk, sondern auch als lebendiges Kulturgut inmitten einer sensiblen Naturlandschaft bzw. des größten Schutzgebietes Mitteleuropas und der Alpen, dem Nationalpark Hohe Tauern.
Dr. Christoph Bazil (Präsident des Bundesdenkmalamtes) resümierte: „Die Fachtagung und der sehr professionelle und wissenschaftlich hochstehende Austausch setzte ein starkes Zeichen für den nachhaltigen Schutz alpiner Kulturdenkmale und schärfte das öffentliche Bewusstsein für deren Erhalt – hoch hinaus, im wahrsten Sinne des Wortes.“
Dr. Johannes Hörl: (Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG, GROHAG Gruppe): „Seit 10 Jahren ist die Großglockner Hochalpenstraße größtes Baudenkmal der Republik. Der Unterschutzstellung sind Jahre an intensiver Kommunikation vorausgegangen. Gemeinsam haben wir einen Denkmalschutz-Pflegeplan nach Schweizer Vorbild entwicklet – erstmal in der Geschichte des Österreichischen Denkmalschutzes und mittlerweile gesetzlich normiert. Die Zusammenarbeit zwischen uns als Eigentümer und dem Bundesdenkmalamt funktionert noch immer herrvorragend, dies zeigt auch diese erfolgreiche Fachtagung ‚Alpine Baudenkmäler‘ am Fuße des Großglockners“
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